Montag, 20. März 2017

Schlaflied - Cilla & Rolf Börjlind

Das schwedische Drehbuch- und Autorenduo Cilla & Rolf Börjlind haben nun den vierten Band „Schlaflied“ um das Ermittlerteam Olivia Rönning und Tom Stilton veröffentlicht.

Von Titel zu Titel gewinnen die beiden so unterschiedlichen Charaktere von Olivia und Tom zunehmend mehr an Tiefe. In dem Erstlingswerk „Die Strömung“ können wir uns daran erinnern, dass Olivia noch in inmitten der Polizeiausbildung war und Tom Stilton als Obdachloser auf der Straße lebte. Beide Figuren sind sehr zerrissen entworfen. Olivia, die sich und andere ständig infrage stellt und Tom Stilton, ein ehemaliger Kommissar, dem viel zu viele innere Dämonen auf den Fersen folgen. Beide sind Einzelgänger, einsame Wölfe mit wenig sozialen Kontakten und Bindungen, die schwer jemanden vertrauen, dennoch sind sie willensstark, egozentrisch und Vorschriften und Gesetze interpretieren sie gerne mal als auszubauende Richtlinien.

Im vierten Band „Schlaflied“ ist Olivia festes Teammitglied der Mordkommission um ihre Chefin Mette und Tom Stilton lebt auf einem Hausboot, in einer inzwischen festen Partnerschaft und will wieder ins „alte“ Leben zurückkehren und das tun, was er am besten konnte – als Kriminalbeamter ermitteln.

In den vorliegenden Romanen gibt es dann noch ein paar Satellitenfiguren, die für die Lösung der Fälle ebenfalls mehr oder minder behilflich sind, auch diese Nebenfiguren, die Kommissarin Mette Olsäter und der ehemalige kleinkriminelle Abbas, der ein talentierter Messerwerfer entwickeln sich parallel mit.  Das, dass Autorenduo den Charakteren dermaßen viel Platz in Ihrer Entwicklung gibt und diese durch wohl platzierte Nebengeschichten ausbaut, ist extrem gut gelungen.

Die Hauptstory in „Schlaflied“ ist hochaktuell und allzu realistisch. Dass Flüchtlinge für kriminelle Gruppierungen und Elemente quasi vogelfrei sind, wirkt nicht überraschend, niemand würde sie eventuell vermissen, am wenigsten die Behörden, die sowieso schon überlastet sind und verzweifelt versuchen diese Menschen systemseitig zu erfassen und dokumentieren. Aber warum und wohin verschwinden diese Menschen, die verängstigt sind, zum Teil minderjährig und sich schwerlich verständlich machen können!?

Tom Stilton und Olivia Röning ermitteln, als Kinderleichen gefunden werden. Offensichtlich wurden diese schwer misshandelt und dann wie Dreck weggeschmissen. Der Ermittlungsgruppe, die schon vieles an Grauen gesehen hat, sind über die Brutalität erschüttert und die ersten Spuren führen Tom und Olivia nach Bukarest in Rumänien.  

„Schlaflied“ ist einer der wenigen Thriller, die nicht nur über eine fantastische Spannung verfügen, die spürbar auf jeder Seite platziert ist, sondern katapultieren den Leser in grauenhafte, menschliche Abgründe – die nicht vorstellbar sind – aber höchstwahrscheinlich doch in Europa praktiziert werden. Diese Aktualität vermengt mit großartigen Charakteren und persönlichen Nebengeschichten ist schlicht und einfach großartig in Szene gesetzt.

Die Geschichte geht wahrlich unter die Haut, sie umzingelt den Leser und lässt ihn bis ans Ende der Handlung nicht aus seinen Fängen. „Schlaflied“ führt uns in einen umnebelten Albtraum und am Ende kann es sein, dass der eine oder andere Leser, dass Buch sprachlos auf die Seite legt, tief durchatmen muss und um sich abzulenken zu einer Folge „Sandmännchen“ greift.

„Schlaflied“ ist der vierte Band um Röning & Stilton – und rückblickend für mich der emotionalste und einer der wenigen Thriller, von denen man sagen muss, dass diese nachwirken und man nicht einfach so zum Tagesgeschäft übergehen kann, denn das Grauen und die Traurigkeit hat uns ein wenig ver- und entführt.

Für mich in diesem ersten Quartal des Jahres 2017 – der beste Thriller und sicherlich gehört dieser mit zu den besten die ich je gelesen habe. Prädikat: unheimlich wertvoll.

Michael Sterzik





Freitag, 17. März 2017

Des Teufels Gebetbuch - Markus Heitz

Markus Heitz neueste Romanidee lässt den Teufel spielerisch sein Unwesen treiben. Ein einfaches, aber dämonisches Kartenspiel – durchdrungen von Hass und Aggressivität soll jeden Spieler und sein persönliches Umfeld quälen, schmerzen zufügen und letztlich vernichten – es ist das Gebetsbuch des Teufels.

Das solch ein sündhaftes Spiel natürlich allerlei dunkle Kräfte anspricht, liegt auf der Hand. Die Karten sind über viele Staaten und Länder verteilt und jede verführt und manipuliert seinen Besitzer, ohne dass dieser es ahnen kann führt ihn dies ins unvermeidbare Verderben.

In Laufe der Handlung nimmt das Schicksal halt seine Arbeit auf. Tadeus Boch, ein Ex-Profispieler und nun tätig in seiner Beratungsposition eines bekannten Casinos in Baden-Baden wird mit der Macht und dem Einfluss nur einer dieser  Karten konfrontiert. Tadeus wird Zeuge, wie der Einfluss Karte nach einem Spiel, die Menschen vernichtet. Zusammen mit einer mental begabten, jungen Ärztin, die den Tod ihres Freundes rächen möchte, forschen diese nach weiteren Karten des Teufels.

Die Schauplätze dieses Romans sind vielfältig und die beiden Charaktere bereisen so manchen Ort – immer auf der Suche nach Antworten und den verschiedenen Karten. Dabei hinterlässt das Duo, dass sich ständig seiner Haut erwehren muss, eindrucksvoll viele Leichen. Für waghalsige Actionelemente ist also ebenfalls gut gesorgt und diese werden nicht zimperlich erzählt.

Doch der Fluch der Karten beeinflusst ebenfalls Tadeus Bosch und als ehemals süchtiger Spieler treibt ihn der Teufel immer wieder in Versuchung.

Die Charaktere in dem Rom „Des Teufels Gebetsbuch“ sind allesamt gut konzipiert und überschaubar eingesetzt. Tadeus Boch und seine Partnerin haben viele versteckte Talente, die nach und nach offenbart und eingesetzt werden. Allerdings bleibt eine detailreiche Vergangenheit der beiden im dunklen. Es gibt noch eine überschaubare Anzahl von Interessenten, die ebenfalls alles dransetzen in den Besitz zumindest einer Karte zu kommen. So manch ein Sammler zahlt dafür später einen hohen Preis – der Einsatz ist das Leben, die Seele uninteressant.

„Des Teufels Gebetbuch“ von Markus Heitz ist hochspannend. Mystik, Magie, Legenden und etwas Wissenschaft, dazu noch Action, Dramatik und fertig ist die Geschichte. Auffällig ist dabei, dass der Humor hier grundlegend auf der Strecke bleibt – muss auch nicht – als fantastischer Thriller überzeugt er auf voll und ganz. Die Handlung wird aus einigen Perspektiven erzählt – und springt manchmal von der Vergangenheit in die Gegenwart. Die Vergangenheit erzählt von der Erschaffung des teuflischen Kartenspiels und Goethe wird einige persönliche Erlebnisse für seinen unsterblichen Klassiker „Faust“ verwenden können.

Die Vergangenheit der Karten, die ausführlich erzählt wird, ist ganz stark und ist atmosphärisch wirklich teuflisch gut. Schade, dass diese in dem Roman leider zu wenig Raum einnimmt. Die Charaktere der Vergangenheit sind intensiver, vielfältiger und diabolischer als in der Gegenwart. Hexerei, Zauberei, Fluch, dämonisches Handwerk – ich hätte gerne mehr aus dieser Richtung gelesen.
Fazit

„Das Gebetbuch des Teufels“ gehört mit zu den besten Romanen des Autors. Diabolisch verspielte Atmosphäre, Charaktertiefe Figuren, temporeiche Handlung und eine Menge Action vervollständigen eine brillante Story.

Der Gedanke, die Idee einen Roman zu schreiben, der den schmalen Grad zwischen Historischen, Fantastischen und Thriller Genre wirklich lebendig wirken lässt, ist verflucht genial gelungen.

Bestens gemacht Herr Heitz – hatte der Teufel die Finger im Spiel?

Michael Sterzik



Sonntag, 12. März 2017

Empire of Storms - Pakt der Diebe - Jon Skovron

Um es schon einmal vorab zu sagen – es ist ein harter, blutiger Roman aus dem Genre Fantasy. Brutale Szenen, eine vulgäre Sprache, und kompromisslose Szenen zeichnen den vorliegenden Roman aus. Wohin die Reise geht und mit wortwörtlicher sprachlicher Gewalt und Ausdruck hier gearbeitet wurde, wird dem Leser schon nach den ersten Kapiteln klar.

Die Charaktere sind wie so oft in diesem Genre und dem Hintergrund, den der Titel schon verrät, sehr klassisch konzipiert. Ein Waisenmädchen, das später eine professionelle Kampfausbildung von Kriegermönchen erhält und einzig und alleine auf Rache sinnt. Ihre Eltern wurden von Magiern des Imperiums, den sogenannten Biomanten, grausam getötet, dass ganze Dorf fiel dem katastrophalen Versuchs eines Experiment zum Opfer.

Ein junger Dieb, der nicht weiß, woher er stammt und aufgewachsen in der Gosse einer Stadt danach strebt, ein und überhaupt der Meisterdieb zu werden. Seine Werkzeuge sind seine Hände, und diese sind flink und verstehen es meisterhaft zu töten, wenn er in die Enge getrieben wird.

In „Pakt der Diebe“, der der erste Roman einer geplanten Reihe sein soll, geht es düster und brutal zu. Ein Menschenleben ist nichts wert – egal ob man nun aufseiten der Gesetzlosen, dem sozialen Bodensatz der Gesellschaft steht, oder als Soldat, Magier des Imperiums seinen Dienst versieht. Die beiden Protagonisten sind ebenfalls keinen Deut besser – skrupellos, ohne viel Moral und Ehre, mit ein wenig Verantwortung metzeln diese sich quer durch die Handlung. Der sympathische Faktor hält sich damit zumindest anfangs sehr in Grenzen, allerdings relativiert es sich mit dem Fortschritt der Geschichte. Die beiden Charaktere sind das Produkt ihres sozialen Umfelds,  und das sind zumeist Mörder, Räuber, Diebe und anderes Schattengesindel – demnach lassen die beiden doch so manchen über die sprichwörtliche Klinge springen – und das so beiläufig, als würde man sich die Nase putzen.

Die Atmosphäre des vorliegenden Romans ist durchweg von brutaler Gewalt und Aktionismus durchsetzt was bei der inhaltlichen, gewollten Tiefe der Story nicht wirklich authentisch wirkt.

„Pakt der Diebe“ spielt in einer Welt zwischen Steampunk und dem Spätmittelalter. Verwendung finden alle möglichen traditionellen Waffen, Kleidung usw. entspricht wohl dem des Steampunks und als fantastisches Element gibt es dann die Biomanten – die als „Magier“ ganz eigene Motive besitzen, aber diese zumeist zum Wohl des Imperium einsetzen. Dieses Imperium scheint sich entweder auf einen kommenden Angriffskrieg, oder einer Verteidigung einzustellen. Leider gewährt uns der Autor von dieser interessanten Gruppierung wenig an Informationen.  

Fazit

„Pakt der Diebe“ ist Fantasy für Erwachsene. Wenig Dialoge und wenn sind diese durchsetzt von einer vulgären Sprache, Gewalt ist das Credo um das es hier primär geht. Als Auftakt gar nicht schlecht – doch hoffe ich doch, dass der zweite Teil sich innerhalb der Handlung weniger mit Kämpfen beschäftigt und mehr Überraschungen und Wendungen präsentieren kann.

Bedingt empfehlenswert – und muss sich noch positiver entwickeln, um letztlich überzeugend zu sein.

Michael Sterzik



Samstag, 4. März 2017

Der Killer - David Baldacci

Im Genre Thriller tummeln sich doch einige Killer und Auftragsmörder. Die meisten dieser Antihelden stehen mehr oder minder mit einem Bein auf der guten Seite, doch diese ist realistisch interpretiert immer eine gewisse Grauzone. Zumeist sind diese Killer, Psychopathen, Serien Mörder und manchmal um Buße zu tun, wechseln sie auf die Seite der „Guten“. Na ja, für diese fiktiven Auftragsmörder existieren eine ganze Reihe von Klischees, die mittlerweile in den Medien – Literatur und Film fest verwurzelt sind. Meist werden diese Protagonisten als schweigsame und recht eigenwillige Charaktere geschildert. Eine tragische Vergangenheit wird ihnen ebenfalls gerne auf dem Leib geschrieben, und genau an dieser Stelle ergibt sich für Autoren und Regisseure ein prächtiges, weites Feld einer charakterlichen Entwicklung.

Im ihrer Berufung ranken sich vielen Legenden, Geschichten und noch mehr Vorurteile, und weil sie so sind wie sie sind – sind diese in der Literatur stark vertreten.   

Der amerikanische Autor David Baldacci lässt in seinem Thriller „Der Killer“ seine Figur Will Robbie im Dienste der Regierung der Vereinigten Staaten töten. Schnell, konsequent, rücksichtslos, ohne Gnade – hochprofessionell, eben ein Job wie kaum ein anderer.

Das diese Charakterzeichnung sich in den vorstellbaren, klassischen Grenzen bewegt, ist nicht mal langweilig. Er ist und bewegt sich wie in Geist und auf menschlicher Ebene muss der Einzelgänger noch viel lernen.
Im Laufe der Handlung wird Robie zunehmend sympathischer und offenbart sogar Verantwortungsbewusstsein und Mitgefühl. Als ein „Job“ eskaliert und er den Befehl nicht ausführt, eskaliert die Situation und er wird zeitweise zum gejagten. Auf der Flucht vor seinen früheren Kollegen freundet er sich gezwungener Maßen mit der jugendlichen Julie an, die ebenfalls auf der Flucht ist, das sie die Ermordung ihrer Eltern beobachtete. Julie wird zum erweiterten guten Gewissen für Robie und beide müssen sich zusammenraufen, um zu überleben. Julie ist selbstbewusst genug, um den Killer auch einmal in die Schranken zu weisen und ihm zu helfen eine Verschwörung aufzudecken.

„Der Killer“ von David Baldacci ist logisch und verdammt spannend aufgebaut. Realismus hin oder her – die Story hat den Leser fest umklammert und überzeugt durch einen bunten Mix klassischer Einklänge. Abwechslungsreich führt uns der Autor in die legalen/illegalen Handlungsmethoden der Geheimdienste ein. Was davon evtl. der Wahrheit entsprechen mag, ist nicht abzuschätzen.

Als Auftakt einer Reihe um den sympathischen Killer ist der Roman absolut packend geschrieben. Der Stil des Autors ist bekanntermaßen prägnant. Kurze Sätze, Dialoge sich auf das Wesentliche beschränken, und in der temporeichen Handlung wird nix weiter beschönigt.  

Die Konzipierung der Charaktere ist wohl gelungen, aber bei Weitem noch ausbaufähig, da der Leser nicht viel von Will Robies Vergangenheit erfahren wird. Die könnte natürlich in den Fortsetzungen verwendet werden, ich vermute allerdings , um dieser Figur die sprichwörtliche Entwicklung nicht zu nehmen, wird das in den weiteren Bänden nur Stück für Stück aufgelöst werden.

Fazit

„Der Killer“ überzeugt – schlicht und einfach verspricht und garantiert dieser Spannung von der ersten bis letzten Seite.

Michael Sterzik





Freitag, 3. März 2017

Zerbrochen - Michael Tsokos

Die Erfahrungen des national und international renommiertesten deutschen Rechtsmediziners Michael Tsokos  wurden unter tatkräftiger Unterstützung von Andreas Gößling schon in den beiden True Crimie Thriller „Zerschunden“ und „Zersetzt“ großartig in Szene gesetzt.

Mit der fiktiven Figur des Dr. Fred Abels der als Rechtsmediziner, in der BKA Einheit Extremdelikte ermittelt, kombinierten sie authentische Ermittlungsmethoden mit den Erfahrungen eines Mediziners. Als Ergebnis gesehen, konnten hochklassige, spannende Romane veröffentlicht werden, die realistisch, aber auch schonungslos brutale Geschichten erzählen.

Im dritten soeben erschienen Band „Zerbrochen“ der ca. 1 Jahr nach den Ereignissen in dem Roman „Zerschunden“. Ein Mordanschlag kostete den Rechtsmediziner fast das Leben. Nach mehreren Operationen und Reha-Maßnahmen tritt Dr. Fred Abel seinen Dienst beim BKA wieder an. Die Hauptstadt Berlin ängstigt sich vor dem sogenannten „Darkroom-Killer“ und unter Hochdruck recherchieren und ermitteln die Beamten um der Serie Einhalt zu gebieten.

Als die beiden Kinder Dr. Abels entführt werden, überschlagen sich die Ereignisse – es gibt mit Sicherheit einen größeren Kreis von Feinden, die Dr. Abel gerne auf einer anderen Seite des Seziertisches sehen möchten.

Kritik

Der dritte und vielleicht auch letzte Roman aus dieser Reihe überzeugt durch eine spannende Story mit aktuellen Themen der Flüchtlingspolitik und schleudert Dr. Abel in einem persönlichen Albtraum. Doch in diesem Roman wird die Handlung aus mindestens drei Perspektiven dargestellt. Die entführten Kinder, sowie der frühere Kollege aus Bundeswehrzeiten Lars Moewig erhalten einen nicht unerheblichen Anteil der komplexen Handlung. In den beiden Vorgängerromanen konzentrierte sich die Geschichte aus der Sichtweise Dr. Abels. Das sich nun der Fokus etwas ändert, mindert nicht die Spannung, aber die Atmosphäre empfindet man dadurch etwas weniger intensiv.

„Zerbrochen“ spielt nicht nur mit anderen Perspektiven, sondern vermengt diese ebenfalls mit unterschiedlichen Handlungsorten und auch der Kreis der Protagonisten erhöht sich erheblich.

Das wahre Verbrechen übt eine ungemeine Faszination aus. Mit dieser manchmal bösartigen Dunkelheit können viele Autoren wunderbar spielen, aber Michael Tsokos und Andreas Gößling spielen die Klaviatur des Todes außerordentlich brillant. Das manchmal ein Schaudern über den Rücken der Leser laufen kann, garantieren die beiden Autoren – gerade in Hinblick auf die Tatsache: „Verdammt, dass basiert auf authentischen Ereignissen. Also willkommen in der dunkelsten Schattierung der Realität.

„Zerbrochen“ ist schnell, intensiv und abwechslungsreich. Durch den Perspektivwechsel anders wie die beiden Vorgänger, aber nicht schlechter. Fred Abels Geschichte könnte auf dem geduldigen Papier ein Ende gefunden haben, doch würde ich es sehr begrüßen, diesen in anderen Romanen wiederzusehen. Ebenfalls dient sich der Reihe den Drehbuchautoren quasi an – allerdings wäre hier unter FSK 18 nichts zu machen.

Michael Sterzik



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